Fünf Gründe, warum man Daten nicht gleich in Ordnung bringt

Verantwortliche finden, die über die Daten Bescheid wissen und dafür einstehen, oder einfach nur klassisch ausmisten, halten die Meisten für notwendige Maßnahmen, um den Umgang mit Daten zu verbessern. Warum legen sie dann nicht gleich los?

Das Bewusstsein für Daten im Unternehmen ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Immer mehr Organisationen starten Digitalisierungsinitiativen, wollen Analytics oder Big Data einsetzen – wofür man saubere Daten braucht, da man sonst kaum Ergebnisse bekommt. Manche haben aber auch einen regulatorischen Druck, ihre Daten in Ordnung zu bringen. Was hindert die Organisationen daran, gleich damit zu beginnen?

Bei einer Online-Reifegraderhebung zu Data Governance in österreichischen Unternehmen wird als Hauptgrund dafür das Fehlen von Ressourcen im Fachbereich genannt. In der Vergangenheit hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter andere Aufgaben gehabt und sich nicht so intensiv mit Daten beschäftigt. Die Daten „kamen immer aus der IT“, der Umgang mit Daten im Fachbereich muss erst erlernt werden.

Ein weiterer Grund ist, das fehlende Wissen über die Daten. Im Fachbereich gibt es nur ganz Wenige, die Daten richtig auswerten und Berichte erstellen können. Das bedeutet, dass das Wissen über die Daten in den Köpfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist und nicht in den Daten, es muss erst in Form von fachlichen Beschreibungen externalisiert werden.

Nach Aussage der Befragten – in erster Linie Manager und Führungskräfte aus allen Branchen – ist das ausreichende Bewusstsein für die Notwendigkeit von Data Governance-Maßnahmen noch nicht vorhanden. Zudem darf das Commitment des Top-Managements nicht fehlen. Und nicht zuletzt vermissen viele eine strategische Bedarfsplanung für Datenprojekte – die Umsetzung von Auswertungen und Analysen erfolgt auf Zuruf und nicht nach einer strategischen Priorisierung.